1963

In einem charakteristischen Gebäude an der Spuisstraat 28 in Amsterdam gründet der gebürtige Rotterdamer Hein Bekking einen Verlag: die Uitgeverij Bekking. Er konzentriert sich auf das Erstellen von Kalendern und Jahrbüchern für Unternehmen. Hierunter auch „Havenbedrijf“, für den er 1964 den ersten Kalender erstellt. Dabei handelte es sich um ein Ringbuch, das heute noch sehr beliebt ist.

1967

Schnell beginnt die Uitgeverij Bekking damit, Bücher über Politik und Geschichte herauszugeben. Und es entsteht der Plan einer eigenen Buchhandlung. 1967 erhält Francien, die Ehefrau von Hein, daher ihr Diplom als Buchhändlerin. Francien arbeitet bereits seit 1963 halbtags im Unternehmen.

1972

Fünf Jahre später ist es so weit: Am Koninginnenweg in Amsterdam eröffnen Hein und Francien die Buchhandlung Minerva. Im ersten Stock gibt es einen Präsentationsraum für eigene Buchtitel. Das Geschäft gibt es bis heute, wenn auch mit einem anderen Eigentümer.

1973

„Der Atlas der niederländischen Demokratie“ erscheint. Dieser skizziert die Grundzüge der niederländischen Demokratie. Wie setzt sich unser Parlament zusammen? Wie entsteht ein Gesetz? Was sind Bürgerrechte und -pflichten? Wie funktioniert die Gesundheitspflege, die Energieversorgung, der Unterricht und unsere Verteidigung? In welchen internationalen Organen sind die Niederlande stimmberechtigt? Und was leisten diese Organe für die Einwohner der Niederlande und anderer Länder? Eine erfolgreiche und daher wichtige Ausgabe.

1977

Die Buchhandlung wird verkauft und der Verlag zieht in den Kapelweg in Amersfoort. Im selben Jahr erfolgt die Übernahme des 1929 gegründeten Verlags Uitgeverij Andreas Blitz. Dieser Verlag brachte in den dreißiger Jahren als erster Verlag Taschenbücher auf den niederländischen Markt. Darüber auch ABC Pockets und die erfolgreichen Bücher von John O‘Mill. Ein Qualitätsmerkmal für Bekking & Blitz Uitgeverij.

1981

1981 ist das Büro in die Prins Frederiklaan 10 in Amersfoort umgezogen. Kurze Zeit später wurde dies auch das neue Wohnhaus der Familie Bekking. Ein lustiges Detail: Das Haus erscheint auf dem Umschlag von „De schat van Aros Killee“ von W.H. van Eemlandt. Dabei handelt es sich um das Pseudonym von Willem Hendrik Haase, dem Vater der Schriftstellerin Hella Haasse. Ihre Kriminalromane erscheinen bei Bekking & Blitz.

1984

Bekking & Blitz macht seine ersten Schritte in der Kunstszene, mit der Herausgabe eines Buches des Künstlers Toon Tieland aus Amersfoort. Nach diesem Buch erscheinen weitere Werke von Toon Tieland, zum Beispiel Weihnachtskarten und Kalender sowie Ausstellungskataloge.

1985

Nur kurze Zeit später beginnt Bekking & Blitz mit dem Import hochwertiger Kunstkarten. Der niederländische Markt erscheint nun wirklich reif für Kunstkarten. Der nächste Schritt ist daher, hochwertige Karten mit Kunstmotiven zu entwickeln. Die Druckwerke werden an Buchhandlungen und den Bürofachhandel und vorerst noch nicht an Museen verkauft.

1986

Ike, die Tochter von Hein und Francien, tritt in das Familienunternehmen ein. Als Vertreterin legt sie den Grundstein für eine gesunde Zukunft. 1989 verlässt sie Bekking & Blitz und verfolgt neue Pläne. Momentan betreibt Ike zwei florierende Buchhandlungen. Ende der 1980er-Jahre beginnen ihre Brüder Bas und Niels bei Bekking & Blitz - ein echtes Familienunternehmen.

1989

Gerdy Segers wird die rechte Hand von Vater Hein. Gerdy ist Historikerin, Autorin und Redakteurin. Sie bringt auch Professor Peter Rietbergen mit. Rietbergen schreibt für Bekking & Blitz. Der erste Titel war „A Short history of the Netherlands“ und ist auch heute noch der wichtigste Buchtitel unseres Verlags. Diese umfassend illustrierte Herausgabe wurde mittlerweile ihn zahlreiche Sprachen übersetzt. 

1996

In Zusammenarbeit mit Michel van Maarseveen, zu dieser Zeit Konservator des Museums Prinsenhof in Delft, entwickelt Bekking & Blitz das Buch „Vermeer und Delft: Ein Maler und seine Stadt“. Dieses Buch findet im Mauritshuis, der staatlichen Sammlung für die Maler des niederländischen Goldenen Jahrhunderts, reißenden Absatz. Für Bekking & Blitz war dies der erste große Schritt in Richtung der Museen. Inzwischen arbeiten wir eng mit großen und kleinen Museen im In- und Ausland zusammen. Von Singer Laren bis zum Rijksmuseum. Und vom Museum de Fundatie bis zu den Staatlichen Museen zu Berlin. 

2002

Bekking & Blitz kooperieren mit immer mehr Museen, für die wir auch einen Vorrat vorhalten. Auch im Einzelhandel wachsen wir kontinuierlich. Wir entwickeln nicht mehr nur Druckwerke, z. B. Karten, Notizbücher und Kalender, sondern produzieren immer mehr Geschenkartikel wie Brillenetuis und Regenschirme. Größere Artikel also, die mehr Platz benötigen. Die Folge: Wir benötigten größere Lagerkapazitäten. Daher zieht Bekking & Blitz 2002 in den Textielweg in Amersfoort.

2006

Das Rijksmuseum beginnt mit dem Verkauf der Ausgabe ‘A short history of the Netherlands’. Ein Meilenstein! Mittlerweile erstellt Bekking & Blitz in Zusammenarbeit mit dem Museum komplette Kollektionen für den Museumsshop.

2017

Das Wachstum hält an. Daher haben wir seit dem 1. Januar 2017 unseren Sitz am Hardwareweg 9 in Amersfoort. In einem großen Gebäude mit Büroräumen und selbstverständlich viel Lagerplatz. Bekking & Blitz tritt hiermit in ein neues Zeitalter. Wir können unsere Kunden ab sofort viel besser bedienen, sicherer arbeiten und zudem schneller liefern. Kurzum, ein qualitativer Meilenstein.